Freitag, 28. Oktober 2011

Erfolgreiche Zusammenführung - aus eins mach drei

In den letzten Tagen und Wochen habe ich ja meine Notizen über die erste Zeit nach der Zusammenführung gepostet.
Jetzt, nach über einem Jahr kann ich ein recht erfolgreiches Resümee ziehen und die Vergesellschaftung als geglückt bezeichnen. Obwohl Sammy durch meine Schuld ein Einzelkatzenschicksal führen musste und so gut wie kein kätzisches Sozialverhalten besaß, hat er sich mit den Whiskys arrangiert.

Es wäre zu viel behauptet, wenn ich sagen würde, dass sie Freunde geworden sind. Aber das habe ich auch nicht erwartet, höchstens erhofft. Aber selbst die Whiskys sind nicht mehr so dicke miteinander, es ist lange her, dass sie nebeneinander lagen und das passierte auch nur, weil beide auf meinem Schoß liegen wollten - da nimmt man schon mal die Anwesenheit des anderen in Kauf.

Kuschelbilder besitze ich nur aus der Anfangszeit. Im Prinzip habe ich also drei Einzelkatzen, die in unserem Haus und während des Freigangs genug Platz haben, um sich aus dem Weg zu gehen. Ob das auch so harmonisch ablaufen würde, wenn alle drei reine Wohnungskatzen auf 70-80 m² wären, stelle ich mal ernsthaft in Frage.

Dennoch behaupte ich weiterhin, dass es die absolut richtige Entscheidung war, Sammy an die Gesellschaft anderer Katzen zu gewöhnen. Der ältere Herr (Ende September wurde er zehn Jahre alt) ist agiler geworden. Er frisst viel besser, hat seine Aggressionen besser im Griff, spielt mehr, benutzt das Fummelbrett geschickter, kommt plötzlich zu einer Kuschelrunde ins Bett, fängt wieder Mäuse und gibt sogar Mausalarm und kommuniziert definitiv mit den Whiskys in kätzischer Weise.

Vor allem Mory versucht regelrecht penetrant immer wieder Kontakt aufzunehmen. Er wäre wohl gerne etwas besser mit Sammy befreundet. Winnie ist den beiden Herren wohl zu aufgedreht und zu hektisch. Die Kröte kann aber auch wirklich kaum eine Minute still sitzen und ist ein echtes Wuslon.





Freitag, 21. Oktober 2011

Kastration im Doppelpack

19.10.2010

Vielleicht haben wir wieder einen Fortschritt (ich bin mir nicht so ganz sicher, wie ich das deuten soll):
Heute morgen haben alle drei miteinander "Fangerles" gespielt (wie sagt man das nördlich der Mainlinie? Nachlaufen?).
Die Kleinen machen das ja ständig, sie jagen sich quer durchs Haus, die Treppen hoch und wieder runter, dann nochmal die große Hafenrundfahrt durchs Wohnzimmer, den Kratzbaum hoch und auf der anderen Seite wieder runter ... usw. usw.
Doch heute Morgen war ich ganz verblüfft, dass da auch etwas Großes, Schwarzes mitrennt!

Allerdings habe ich dann beobachtet, dass Sammy sich plötzlich komplett aufplusterte (Modell Flaschenbürste) und ins Büro jagte. Winnie folgte ihm und dann hörte ich nur noch ein heftiges Fauchen woraufhin Winnie ins Esszimmer zurückgetänzelt kam. Sammy hockte auch später noch unter dem Schreibtisch.



20.10.2010

Meine "Kastraten in spe" haben ihre Nacht in der Tierklinik hoffentlich gut überstanden und sind jetzt nicht allzu hungrig, weil sie kein Frühstück bekommen.
Um ca. 9.00 Uhr geht es los, davor werden sie noch einmal gründlich untersucht, ob sie narkosefähig sind. Das dürfte theoretisch kein Problem sein, sie sind ja eigentlich gesund und munter.
Gegen 13.00 Uhr darf ich dann mal anrufen, wie es ihnen geht und nach der Arbeit fahre ich gleich los, um sie abzuholen.

Es war schon komisch, plötzlich wieder ein völlig ruhiges Haus zu haben. Sammys Verhalten war auch komisch. Einerseits hatte ich den Eindruck, dass er die Zwerge suchte, andererseits genoss er wohl die plötzliche Einsamkeit, denn er sprang mir zum ersten Mal wieder im Wohnzimmer auf den Schoß.






Gerade habe ich mit der Tierklinik telefoniert. Beide haben den Eingriff gut überstanden und können heute nachmittag abgeholt werden. Die TA-Helferin am Telefon war gerade etwas im Stress, deshalb habe ich nicht nach Details gefragt. Hauptsache alles ist gut gelaufen!


21.10.2010

Ein kleiner Bericht von den Neu-Kastraten:

Die beiden saßen schon recht munter in ihren Kennels, als wir sie abholten. Zuhause habe ich sie dann erst einmal im Katzenzimmer rausgelassen, um zu sehen, wie fit sie wirklich sind. Ursprünglich wollte ich sie (wegen der Treppe) ja die erste Nacht auch im Katzenzimmer einsperren. Pustekuchen! Die beiden waren so fit, dass sie sofort durch das Zimmer jagten, herumhüpften und überall draufsprangen. Winnie vielleicht noch ein bisschen mit angezogener Handbremse, aber auch so aufgeweckt, dass ich sie später schließlich doch zum Fressen in die Küche ließ.

Ich kann mich jetzt eigentlich wieder recht gut erinnern, wie das bei Sammy war. Als ich den damals abholte, lag er wie tot in seinem Kennel. Wir haben ihn zu Hause auf eine weiche Decke gebettet und Wasser und das Katzenklo in Reichweite gestellt. Als er endlich aufwachte, torkelte er herum wie ein Seemann nach einer Buddel Rum. Erst am nächsten Morgen war er wieder einigermaßen fit. Sammys Hinterteil war noch tagelang völlig mit einer Silberpaste verschmiert, die nur langsam verschwand. Seine Ohren waren von der Tätowierung völlig mit grüner Farbe verkrustet. Wirklich ein Bild des Jammers!

Jetzt hingegen: Man sieht bei Mory äußerlich rein gar nicht - außer, dass die Bömmelchen weg sind. Winnies Bauch ist natürlich rasiert und man sieht eine ganz kleine Narbe mit Fäden (die in 10 Tagen gezogen werden müssen). Die Ohren von beiden sind völlig sauber und man kann deutlich die Buchstaben und Zahlen lesen - fast so, als wären sie schon ewig tätowiert.

Offenbar sind die heutige Operations- und Tätowierungstechniken enorm besser geworden oder mein früherer Tierarzt war einfach nur ein grobmotorischer Metzger.



22.10.2010

Alle drei liegen gerade irgendwo herum und schlafen. Gestern Abend und heute Morgen haben die zwei Kleinen gespielt und Sammy saß mittendrin und beobachtete interessiert. Als Mory ihm dabei zu nahe kam und ihn versehentlich berührte, haute Sammy ihn zweimal kurz mit der Pfote - allerdings ohne Krallen, mehr so ein Warnhinweis "Hör mal, ICH sitze hier!"

Vorhin lagen beide Kleinen auf meinen Beinen und haben Wärmflasche gespielt. Als es Mory dann wohl zu warm wurde und er auf die andere Seite des Sofas überwechselte, ging Winnie ihm hinterher, legte sich neben ihn und putzte ihm den Kopf. Sooooo süüüüüß!!  :wub:

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Und wieder vorwärts

15.10.2010
Bei mir geht es voran.*freu*
Gestern habe ich mich ja voll und ganz auf Sammy konzentriert. Erst gab es Leckerchen und Bürstenmassage in der Küche, während die Zwerge nicht in die Küche durften. Dann gab es Schmuseeinheit im Büro, bis Sammy in seinem Kuschelkissen eingenickt ist.
Später, als er wieder aus dem Büro rauswollte, durfte er ins Gästezimmer meiner Schwiegereltern. Darauf ist er immer ganz scharf, weil das Zimmer normalerweise immer geschlossen ist. Er genoss diese Privilegien sichtlich, ich bin sicher, er hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd, als ich extra für ihn die Zimmertür öffnete.

Im Gästezimmer verbrachten wir dann noch eine ganz Zeit miteinander und dort ist er auch freiwillig zu mir auf den Schoß gekommen, um sich eine weitere Streicheleinheit abzuholen. Später wollte er dann aber wieder nach draußen, also habe ich ihm die Tür geöffnet.

Heute morgen kam Sammy dann endlich mal wieder nach oben, als ich aus dem Bad kam. Das hat er zwar auch früher nicht jeden Tag gemacht, aber in den letzten zwei Wochen gar nicht mehr. Ich nahm ihn mit ins Ankleidezimmer (hört sich geschwollen an - das ist im Prinzip nur ein kleines Kabuff in dem ich mich anziehe, weil mein Mann noch schläft) und verscheuchte die Zwerge, die uns folgen wollten.

Frühstück bekam dann erst einmal Sammy und danach noch eine Streichel- und Bürsteneinheit. Dann ein paar Dreamies nur für Sammy, während die Zwerge zugucken mussten (später, als Sammy wieder draußen war, bekamen die natürlich auch welche).

17.10.2010
Und noch ein Schritt vorwärts. Sammy wird immer noch betüdelt und genießt die Vorzugsbehandlung sichtlich. Inzwischen liegt er wieder wie selbstverständlich in seinem Kuschelkissen im Büro und heute Morgen lag er auch eine ganze Zeit auf dem Esszimmerboden, obwohl die Zwerge im Wohnzimmer spielten. Er hat wieder interessiert zugeguckt und mein Mann meinte, dass er auch einmal kurz beim Fangen mitspielte.

Die Krönung war aber, dass Onkel Sammy offenbar für die Zwerge eine Maus mit nach Hause gebracht hat!  Heute früh lag nämlich eine angenagte Maus im ehemaligen "Katzenkinderzimmer".
Was genau da heute Nacht im Haus abgegangen ist, werden wir wohl nie erfahren, aber interessieren würde es mich schon, wer das Nagerchen letztlich erlegt hat.

Mory ist wohl wirklich reif für die Kastration, egal ob gerade im Zahnwechsel oder nicht. Er jault ganze Opernarien im Treppenhaus (wegen der tollen Akustik). Und als Winnie vorhin ausgestreckt auf dem Sofa lag, ging er zu ihr, verbiss sich in ihren Nacken und wollte sie decken. Sie ist dieses Mal nicht davon gesprungen und hat nur irritiert geguckt. Also habe ich ihn weggescheucht. Da werde ich nächste Woche wohl nochmal in der Tierklinik anrufen und einen Termin vereinbaren.


18.10.2010

Die Zwerge nehmen uns langsam aber sicher die Bude auseinander. Inzwischen habe ich auch schon in den oberen Regalen alles ausgeräumt und die Zimmertür zum Ankleidezimmer (in dem auch deckenhohe Bücherregale stehen) bleibt tagsüber geschlossen. Dorthin habe ich auch alle Pflanzen gestellt, die ich noch retten konnte. Unsere Vorhänge sind jetzt ganz oben über die Vorhangstange gewurstelt und die Fernbedienungen liegen nicht mehr auf dem Couchtisch. Sagen wir es mal so: Sie haben uns schon ziemlich gut erzogen! Erst jetzt merken wir, wie wohlerzogen Sammy doch ist. Mal sehen, ob wir das mit den Zwergen auch noch schaffen.

Ein Glück für die zwei Terroristen, dass sie immer noch sooooo süß sind, wenn sie sich zum Schlafen zu uns aufs Sofa legen. Winnie liegt meistens bei meinem Mann, während Mory eher meine Beine bevorzugt.

In Sachen Sammy sind wir wieder einen kleinen Schritt weiter. Gestern Abend bei der Spielstunde saß er wirklich äußerst interessiert eine ganze Weile zwischen den herumtobenden Zwergen. Wenn sie ihm so nahe kamen, dass sie ihn berührten, fauchte er zwar, aber er haute nicht mehr gleich ab. Später lag er auch mal wieder lang ausgestreckt und gelassen auf dem Parkett und putzte sich. Er ist jetzt definitiv wieder längere Zeit im Haus. Schööön!




Da Mory ja am Wochenende vor unseren Augen versucht hat, Winnie zu besteigen und wahre Opernarien im Treppenhaus singt, habe ich gerade in der Tierklinik angerufen und für beide einen Termin vereinbart.
Am Dienstagabend bringe ich die beiden in die Klinik und kann sie am Mittwochabend wieder abholen.

Was mir aber erst jetzt auffällt: Die Helferin hat gar nichts davon gesagt, bis wann ich die beiden füttern darf. Soll ich denen am Dienstag abends (17.00 Uhr) noch etwas geben, bevor ich sie zur Tierklinik bringe? Oder nur noch Frühstück und dann nichts mehr?

Ich kann mich nicht mehr so gut an Sammys Kastration erinnern, sind die am Mittwochabend dann noch platt? Soll ich sie dann lieber noch eine Nacht wieder im Katzenzimmer einquartieren?
Ich bringe sie am Dienstagabend schon hin, weil ich morgens ab 6.30 Uhr im Büro sein muss. Annahme wäre erst ab 8.00 Uhr gewesen.
Mit etwas mehr Vorlauf hätte ich vielleicht auch eine Vertretung organisieren können, aber jetzt war mir die schnelle Kastration wichtiger, als eine letzte Nacht zu Hause für die Katzen.

Ich habe gerade noch einmal nachgefragt. Eine letzte Fütterung um 17.00 Uhr ist erlaubt, danach werden die beiden bis spätestens 19.00 Uhr abgegeben und in der Tierklinik versorgt. Am Mittwochabend werden sie noch leicht bedöppert sein und es wäre besser, sie noch eine Nacht in einem gesicherten Bereich zu halten. Also doch noch einmal Katzenzimmer, wir haben ja ein offenes Treppenhaus und ich möchte nicht, dass sie die Treppe runterfallen.



Mittwoch, 19. Oktober 2011

Rückschlag

14.10.2010

Sammy zieht sich immer mehr zurück. Er kommt nur noch morgens und abends zum Fressen rein. Dabei musste ich die Zwerge heute morgen sogar aus der Küche sperren, damit Sammy überhaupt frisst.
Vor allem Winnie kennt da ja gar nichts, obwohl Sammy sie anfaucht, will sie trotzdem seinen Napf erobern. Anstatt ihr richtig klarzumachen, dass das sein Napf ist, geht Sammy lieber weg - und frisst nichts mehr. Er war noch nie ein Staubsaugerfresser, eher ein Häppchennehmer, der immer wieder mal an seinen Napf gegangen ist. Jetzt rächt sich das, denn sobald er weg ist, fallen die Zwerge über sein Futter her. Ich stelle seinen Trofu-Napf schon immer in den Schrank, damit ich den schnell wieder hinstellen kann, wenn Sammy zurückgeht und nicht jedes Mal auffüllen muss.

Die Näpfe der Kleinen habe ich ja extra in eine andere Ecke der Küche gestellt, damit die drei sich beim Fressen nicht in die Quere kommen. Aber für die Zwerge ist Sammys Napf einfach interessanter als ihre eigenen.

Als ich die Kleinen ausgesperrt habe, hat Sammy dann ein bisschen gefressen. Mir ist im Moment egal, dass er nur noch Trofu frisst, hauptsache er frisst überhaupt etwas. Danach wollte er gleich wieder raus, also habe ich versucht, ihn anzulocken, um ihn zu streicheln. Er fauchte mich an und rannte vor mir davon.*heul*

Mit viel Überredungskunst brachte ich ihn doch dazu, sich streicheln und vor allem bürsten zu lassen. Das genießt er immer sehr und für einen kurzen Moment hat er sich auch entspannt hingelegt. Allerdings sind seine Ohren immer bei den Geräuschen, die die Zwerge machen und sobald sie in die Küche kamen, ging Sammy davon und durch die Katzenklappe nach draußen.


Jetzt meine Fragen:
- Ist das ein normales Verhalten von ihm, das sich auch wieder legen könnte?
- Braucht er einfach noch ein bisschen Zeit, bis sich alles normalisiert (die Zwerge sind ja erst knapp zwei Wochen da)?
- Soll ich die Kleinen immer mal wieder in ein anderes Zimmer sperren, wenn Sammy nach Hause kommt?
- Soll ich (während wir zu Hause sind) die Katzenklappe wieder schließen um überhaupt Gelegenheit zu haben, mich mehr um Sammy zu kümmern?


(Mir wurde geraten, die Whiskys immer mal wieder wegzusperren oder mich mit Sammy in ein Zimmer zurückzuziehen, um mit ihm zu schmusen und ihn zu betüdeln. Zusätzlich konsequent die Kleinen von Sammys Napf wegscheuchen, bis sie kapieren, dass das seiner ist.)


Ich weiß ja, dass ich geduldig sein muss und es eigentlich gar nicht so schlecht läuft, viel besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Aber Sammy ist halt mein Baby und ich war sein "ein und alles" *sims2bezeichnung*. Es tut mir ziemlich weh, dass er jetzt so reagiert und offensichtlich völlig verstört ist.

Mein Mann ist da keine große Hilfe, er ist ja nur äußerst zähneknirschend dazu bereit gewesen, die beiden Neuzugänge zu akzeptieren. Betont aber immer, dass das meine Katzen wären. Natürlich hilft er mir, wenn ich ihn darum bitte (Gittertür basteln, mit zum Tierarzt kommen, etc.). Aber mit dem Rest bleibe ich mehr oder weniger allein. Wenn Sammy so seltsam reagiert, bekomme ich also noch zusätzlich einen vorwurfsvollen Blick von meinem Mann. Das macht mich gerade ziemlich fertig, auch wenn ich weiß, dass es nur zu Sammys Besten ist, wenn er sich an kätzische Gesellschaft gewöhnt.


Vielleicht ein paar kleine Lichtblicke (ich bau mich halt selbst auf):
Gestern haben die Kleinen im unteren Flur mit einem Alubällchen gespielt, während Sammy dort unten saß. Er hat zwar nicht mitgespielt aber eine ganze Weile interessiert zugeguckt. Vielleicht spielt er ja tatsächlich irgendwann mit!
Außerdem konnte ich beobachten, dass Sammy und Mory sich auf Nasenstupsweite genähert haben. Winnie ist Sammy wohl zu hektisch und zu aufdringlich, aber mit Mory kommt er wohl besser klar, weil der Kleine eben zurückhaltend agiert.


(Als weiteren Tipp bekam ich, dass ich Sammy eine "Extrawurst" geben sollte. Also nicht ein Stück Wurst, sondern eine Sonderbehandlung. Ihm etwas erlauben, was sonst verboten war, ihn pampern, betüdeln und als Prinz behandeln.)


Niemals nie gar nie nicht würde ich meinen Sammy weggeben!

So leid es mir um Winnie und Mory täte, aber wenn das nicht so funktioniert, dass alle Katzen gut damit leben können, müssen die beiden wieder zur Pflegestelle zurück. Diese Möglichkeit wurde bereits bei der Übernahme angesprochen und mit Frau S. vereinbart. Natürlich wünsche ich mir ganz bestimmt nicht, dass es so weit kommt, aber letztlich ist mein Sammy das Tier, das mich nun schon seit 9 Jahren durchs Leben begleitet hat und hat alles Recht der Welt, bis zu seinem Tod (der hoffentlich noch in ganz weiter Ferne liegt) bei uns zu bleiben.

Ich werde mich heute Abend noch verstärkter um Sammy kümmern und mich mit ihm mit seinen Lieblingsleckerlies und seiner Bürste ins Büro zurückziehen, um Katzenwellness zu betreiben.



Freitag, 14. Oktober 2011

Katzenknast mit Tagesfreigang

10.10.2010

Neues aus dem Katzenknast (inzwischen mit Tagesfreigang ;-))

Gestern Abend haben wir die Zwerge ja aus dem Abenteuerspielplatz wieder in das Kinderzimmer zurückverfrachtet. Das kam so wenig gut an, dass sofort ein Ausbruchsversuch ausgeheckt wurde. Winnie riss so stark an der Gittertür, dass Mory die entstandene Lücke nutzte und durchwitschte. Doof für Winnie, dass er sie dabei einfach sitzen ließ - sie guckte ganz bedöppert aus der Wäsche.

Unsere Gittertür ist zwar an und für sich stabil gebaut, aber eben nur mit einem kleinen Riegel am Schließblech der Türzarge verriegelt. Dadurch kann man die Tür mit entsprechendem Zug unten aufbiegen und das hat Winnie eben geschafft. Da sie das sicherlich auch noch mal hinbekommen würde, haben wir die normale Tür wieder eingehängt.

Heute Morgen wurde die Inhaftierung ja auch wieder aufgehoben und nun liegt Sammy in seinem Kuschelbettchen im Büro während die Zwerge durchs Haus toben. Er faucht weiterhin, wenn sie ihm zu nahe kommen und hat sich heute Vormittag auch lieber auf die Terrasse zurückgezogen, aber sonst ist die Lage ganz entspannt. Kein einziges Mal musste ich meine Sockengeschosse benutzen, ich freu mich sooo!

Bis Dienstag werden wir die Zwerge weiterhin in der Nacht und wenn wir nicht zu Hause sind, einsperren müssen. Aber dann denke ich, dass wir sie auch allein mit Sammy rumspringen lassen können.


11.10.2010

Den Kleinen gefällt natürlich überhaupt nicht, dass sie Abends wieder in ihr Zimmer eingesperrt werden (ist ja nur noch bis morgen Abend). So kam es, dass Winnie einen Ausbruchsversuch startete, als ich die Näpfe ins Zimmer stellen wollte. Sie kam dabei versehentlich unter meine Füße - was mir selbst natürlich furchtbar leid tat, aber sie stürzt sich ja auch immer todesmutig vor einen.

Daraufhin hockte sie ziemlich verstört und beleidigt unter dem Sofa, während Mory sich neben mich setzte und von mir gestreichelt wurde. Verkehrte Welt sozusagen!*g*
Aber mit der Federangel konnte ich Winnie schließlich doch wieder dazu überreden, rauszukommen. Ihr ist nichts passiert und sie sprang kurz darauf auch wieder munter durchs Zimmer, aber als ich heute Morgen rein kam, um das Frühstück zu servieren, flüchtete sie in die hinterste Ecke. Ein bisschen etwas ist also zurückgeblieben - vielleicht kein Fehler, wenn sie etwas vorsichtiger wird.


12.10.2010

Bin jetzt knapp 150 Euronen leichter und alle drei Katzen um einen Chip reicher. Sammy ist programmiert und kann theoretisch raus, wenn er will. Er traut dem Braten noch nicht so ganz und zuckt zurück, weil die Entriegelung klackert (müsste er eigentlich von seiner Magnetklappe kennen) aber ich habe ihn zweimal schiebend "überredet" doch durchzugehen. Das wird er bestimmt bald kapieren.

Die Zwerge waren ganz cool beim Tierarzt. Mory ist im Wartezimmer sogar eingepennt, zumindest lag er völlig entspannt in seinem Kennel. Die Tierärztin war richtig nett und hat sich köstlich über die Whiskynamen meiner Kleinen amüsiert. Beim Thema Kastrieren war sie aber ein wenig oldschool und hielt nichts von Frühkastration. Sie schlug vor, noch mindestens bis zum 6. Monat zu warten - wenn ich nicht schon vorher gewisse Neigungen bei beiden feststelle. Winnie wäre halt noch arg klein und zart und Mory steckt gerade mitten im Zahnwechsel, den sollte ich auf jeden Fall noch abwarten.

Im Wartezimmer hatten wir allerdings ein Erlebnis mit einem kleinen aber ziemlich snobistischen Mitwarter. Wir saßen da ja mit unseren zwei Kennels. In einem saß Sammy, im anderen die zwei Zwerge. Dann kam eine Familie mit zwei Katzenkennels dazu. Mutter und Vater setzten sich hin, das ca. 10-jährige Mädchen und der ca. 8-jährige Junge stromerten hingegen durch das Wartezimmer und linsten in unsere Kennels.
"Ooooh, guck mal zwei Kleine!", juchzte das Mädchen und zwinkerte Winnie zu, die ständig mit dem Köpfchen gegen das Gitter drückte. Ihr Bruder war weniger begeistert.

"Das sind doch nur Hauskatzen!", sagte er abwertend und ging zurück zu seinen Eltern, die betroffen schwiegen. Mein Mann erzählte mir später, dass die Mutter dem kleinen Jungen offenbar gleich darauf etwas in Ohr geflüster hat. Ich hoffe, dass sie ihm erklärt hat, dass auch Hauskatzen keine minderwertigen Tiere sind - auch wenn man selbst zwei Maine Coons hat und diese für den Mercedes unter den Katzen ansieht.

Ich mag Maine Coons und finde die optisch und charakterlich wirklich toll. Dennoch finde ich, dass meine "normalen Hauskatzen" die schönsten und besten Katzen der Welt sind!






Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kleine Schritte nach vorn

07.10.2010

So richtig katzenfreundlich habe ich Sammy ja eigentlich nie erlebt. Draußen war er viel zu sehr beschäftigt, sein Revier zu verteidigen. Deshalb bin ich so vorsichtig mit der Vergesellschaftung.
Aber wenn er die Zwerge anfänglich wenigstens duldet, bin ich schon happy!

Die Aktion Chip-Katzenklappe hatte heute kurzfristig vor dem Aus gestanden. Ich habe jetzt erst herausgelesen, dass man nur den Einlass einzelner Katzen kontrollieren kann. Der Ausgang ist entweder komplett offen oder eben komplett zu!
Man könnte die Klappe nur verkehrt herum einbauen, dann würde beim Ausgang kontrolliert werden, wer raus darf. ABER! Dann kann eben wieder jede Nachbarskatze ins Haus (und darf nicht mehr raus!). So wollte ich das nicht! Ich dachte ja, dass die Chips beim Ein- und Ausgang ausgelesen werden, aber ist wohl technisch (noch) nicht möglich.
Andere habe da schon regelrechte Tunnelschleusen mit zwei Katzenklappen zusammengebastelt, um das Problem zu lösen. An der einen Seite die Chipablesung nach außen und auf der anderen Seite nach innen (wer unbefugt durch die erste Klappe kam, steckt dann fest - auch nicht gerade toll für die Nachbarskatze?).

Jetzt bin ich aber auf eine ganz einfache Lösung des Problems gekommen. Unsere Magnet-Katzenklappe nach draußen ist ja im Kellerfenster der Waschküche. In der Waschküchentür ist eine zweite, ganz einfache Katzenklappe, damit ich diese Tür auch mal schließen kann (wenn z.Bsp. Besuch kommt - das sieht immer so unordentlich aus) und Sammy trotzdem jederzeit rein und raus kann.
Jetzt also meine Idee: Die Chipkatzenklappe wird in die Waschküchentür verkehrt herum eingebaut, sodass diese den Ausgang kontrolliert. Raus darf vorerst nur Sammy, die Zwerge bleiben im Haus.

Die Klappe nach draußen bleibt vorerst mal so wie sie ist. Wenn sich das mit dem Chip bewährt können wir später, wenn die Kleinen auch ganz raus dürfen, dort die Chipklappe richtig herum einbauen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass Sammy durch die Chipklappe passt. Bis 7 kg soll das gehen, das hat er jetzt. Mal sehen ...








08.10.2010

Ich kann gleich zwei Riesenfortschritte berichten! *freu*

Fortschritt 1:
Mory kam gestern und heute freiwillig zu mir, legte sich in Streichelnähe neben mich und genoss sichtlich und schnurrend das Streicheln und Kraulen im Nacken. Zwar ist er immer noch sehr schreckhaft und witscht immer wieder in sichere Gebiete, wenn man sich zu schnell bewegt, aber er weiß jetzt offenbar, dass meine Hand nichts Schlimmes von ihm will, wenn sie ihn berührt.

Fortschritt 2:
Gerade turnen zwei Jungkatzen durchs Wohnzimmer, nachdem sie die letzte Stunde damit verbracht haben, das ganze Haus zu erkunden. Als die Zwerge dem Großen begegnet sind, stand ich mit meinen Sockengeschossen parat, doch wieder brauchte ich sie nicht! Sammy fauchte zwar einige Male und stiefelte Winnie auch aufgeplustert hinterher, aber gaaaaanz langsam und nicht mit der Motivation, sie zu verjagen oder gar anzugreifen. Schöööön!
Ich bin richtig stolz auf meinen Großen! *freu*

Heute Abend müssen die Kleinen aber wieder in den Katzenknast zurück (ich hoffe, ich kann die da wieder reinbekommen), damit wir den Ausgang für Sammy wieder öffnen können. Erst am Dienstag bekommen ja alle einen Chip verpasst, damit ich die heute neu eingebaute Chipklappe entsprechend programmieren kann.

Hach, ich freu mich sooo, dass das alles so gut funktioniert. Daran hätte ich nie geglaubt! Ich habe wirklich damit gerechnet, dass es hier erst einmal "Mord- und Totschlag" gibt. Nun, vielleicht kommt das Gezanke ja noch, aber die ersten Begegnungen waren schon mal so positiv, dass ich dem jetzt weitaus gelassener entgegen sehe. Wie schon mal geschrieben, am Anfang reicht es mir, wenn Sammy die Kleinen erst einmal nur als notwendiges Übel akzeptiert und duldet.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Vergesellschaftung für Anfänger

06.10.2010

Ich fühle mich im Moment ja irgendwie wie ein absoluter Katzenanfänger und überlege ständig, wie ich das am Besten für alle Beteiligten löse.

Im Moment möchte Sammy ja überhaupt nicht in das "Kinderzimmer". Soll ich ihn dann da reinlotsen oder gar reinsetzen? Eigentlich würde ich ihn ungern zu etwas zwingen. Er macht sich schon steif und stellt die Haare auf, wenn ich ihn die Treppe hochtrage, um ihn oben im Flur abzusetzen. Und wenn er morgens vor der Badezimmertür (die direkt neben der Gittertür liegt) auf mich wartet, hockt er möglichst weit weg von der Gittertür und ignoriert das wilde Treiben im Kinderzimmer völlig.

So wie ich das im Moment abschätze, wären also eher die Kleinen draußen als Sammy drinnen, wenn ich die Kinderzimmertür aufmache.


(Daraufhin bekam ich gesagt, dass ich Sammy reintragen soll, wenn er nicht völlig ausflippt. Und dann auf jeden Fall dabei bleiben und beobachten wie er reagiert. Ob er sehr aggressiv auf die Kleinen losgeht oder ob er nur grummelnd seinen Unmut über ihre Anwesenheit ausdrückt. Bei Aggressivität sollte ich sofort einschreiten und ihm deutlichst klar machen, dass so ein Verhalten nicht erwünscht sei.)


07.10.2010

Neues aus dem Katzenknast
Tag 6

Die zweite Begegnung mit Sammy fand statt! Davor habe ich mich ehrlich gesagt schon ein bisschen gefürchtet aber Winnie macht unmissverständlich klar, dass sie nicht mehr länger hinter Gittern hocken möchte - wo es da draußen doch soooo viel interessanter ist. Sie rüttelt wie verrückt an der Gittertür, das wird nicht mehr lange gut gehen, also musste ich einfach reagieren.

Also habe ich allen Mut zusammengekratzt und meinen Großen nach einer ausgiebigen Schmusestunde unter den Arm geklemmt und nach oben getragen. Er schnurrte dabei munter weiter und hat keine Anstalten gemacht, sich loseisen zu wollen, als wir oben ankamen, das hat mich eigentlich hoffnungsvoll gestimmt. Ich konnte sogar noch - mit Sammy auf dem Arm - aus der Kommode ein paar zusammengerollte Socken von mir holen (als eventuelle Wurfgeschosse).

Dann öffnete ich die Gittertür und setzte Sammy ins Kinderzimmer. Nervenzerreißende Spannung! Die Zwerge hockten wie gebannt da und glotzten. Mory saß auf einem kleinen Tisch und schloss die Augen halb (Deeskalationsblick), Winnie saß geduckt auf dem Boden und wirkte zur Abwechslung eher vorsichtig als mutig. Sammy stand einfach nur da, eine Sekunde, zwei Sekunden vielleicht drei Sekunden ... dann grummelte er ein wenig, aber so leise, dass es kaum zu hören war. Dann drehte er um und schlich langsam an mir vorbei aus dem Kinderzimmer.

Boah, watt war ich erleichtert! Und was habe ich mich gefreut, dass ich meine Wurfgeschosse nicht benutzen musste! Sammy hat nicht einmal im Ansatz den Anschein erweckt, dass er auf die Kleinen losgehen würde - wie anders hat das bei der ersten Begegnung ausgesehen!

Klar weiß ich, dass die Schlacht damit noch nicht geschlagen ist, aber ich sehe das absolut als positives Zeichen an, darf ich doch, oder?


(Das wurde vielfach bestätigt! ;-))

Montag, 10. Oktober 2011

Fortschritte

06.10.2010

Gestern durfte ich Mory anfassen! *freu*

Wie schon vermutet, stört Winnie extrem bei der Kontaktaufnahme - sie ist halt immer vorne dabei und muss ihr Näschen in alles stecken. Und da sie gestern beschlossen hatte, aus ihrem Knast auszubrechen und ins Bücherzimmer zu witschen (während ich das Kaklo reinigte und aus Versehen die Gittertür nicht richtig zugemacht hatte), schloss ich dort die Tür und ließ sie das Zimmer erkunden. Die ist so nassforsch, dass sie das überhaupt nicht störte.

Währenddessen hatte ich Zeit für Mory. Erst lockte ich ihn mit der Federangel, dann mit Leckerchen, die ich immer dichter an mich legte.
Erst strich ich ganz vorsichtig über sein Köpfchen, dann über den ganzen Körper. Und als er immer noch nicht fortsprang, nahm ich ihn hoch. Das war ihm noch nicht ganz soooo geheuer, aber er ließ es über sich ergehen. Es ist ja nicht so, dass er das überhaupt nicht kennt, in der Pflegestelle wurde er auch gestreichelt und hochgenommen, aber er kennt mich halt noch nicht so gut. Ich denke, dass ich Winnie immer wieder mal aussperren muss, um mich mehr mit Mory bekannt zu machen.

Vielleicht sollte ich Winnie auch zuerst ganz rauslassen und Mory noch ein bisschen im Katzenzimmer einsperren. Sie ist ja so unbekümmert, dass eine erneute, eventuell etwas unerfreulichere Begegnung mit Sammy sie nicht aus dem Konzept bringen wird. Bei Mory hingegen befürchte ich, dass er nach dem ersten Zusammenstoß irgendwo hin flüchtet und sich nicht mehr raustraut.


(Ich bekam dann den Tipp, vor der Freilassung der Kleinen erst einmal Sammy ins "Kinderzimmer" zu setzen und ihn nicht daran zu hindern, gleich wieder rauszuwitschen. So würde er das Zimmer als Revier der Whiskys begreifen.)


Vorhin habe ich in der Tierklinik einen Termin für nächsten Dienstag vereinbart. Ich möchte alle drei ja chippen lassen, um zukünftig eine Chip-Katzenklappe zu verwenden. Ich hoffe, das funktioniert auch so, wie ich mir das vorstelle, denn angeblich kann man damit einzelnen Katzen (Sammy) Freigang gewähren und anderen (den Kleinen) vorerst verwehren. Außerdem muss Sammy dann kein Halsband mit Magnetschlüssel mehr tragen (obwohl noch nie etwas passiert ist, habe ich einfach ein ungutes Gefühl, wenn er mit dem Riesentrumm um den Hals draußen unterwegs ist).

Ich möchte dann auch gleich die Kastration der beiden Kleinen ansprechen und vereinbaren. Die Frau von der Katzenhilfe meinte nämlich, dass Mory schon ganz schön frühreif wäre und auch schon probiert hätte, seine Schwester zu decken. Die ließ sich das aber nicht gefallen und sprang weg. Er hätte auch schon bei anderen Katzen versucht aufzureiten und ich soll das unbedingt beobachten und gleich reagieren. Falls Mory auch schon Katerdüfte aussendet, wäre das auch nicht besonders hilfreich für die Vergesellschaftung.

Mit meinem bisherigen Tierarzt war ich ja nicht sonderlich zufrieden. Zwar muss man dort nie lange warten und ist fast immer gleich direkt ins Sprechzimmer geführt worden (vielleicht hätte mich das auch stutzig machen sollen?), aber die (Tierarzt und Helferin) waren mir noch nie sonderlich sympathisch. Zum jährlichen Impfen war es mir aber egal und außer der Kastration und ein paar einfachen Kampfwunden war sonst nichts Außergewöhnliches.

Beim letzten Impfen ist mir aber gegen den Strich gegangen, dass der Tierarzt mir uuuunnnnbedingt sein Trockenfutter verkaufen wollte. Nur das wäre gut und da Sammy nun schon ein Senior wäre, dürfte man auf gaaaaar keinen Fall mehr etwas anderes füttern. Ich ließ mir nur ein Probepäckchen mitgeben, um zu testen, ob er das überhaupt frisst. Dann habe ich mich selbst kundig gemacht und so viele Anti-Trofu-Stimmen gelesen (die auch von Tierarztverkaufsbedrängungen berichteten), dass ich lieber mehr hochwertiges Nassfutter gegeben und einen Trinkbrunnen besorgt habe, damit er mehr trinkt. Ganz so radikal gegen Trofu bin ich dennoch nicht, manchmal frisst Sammy halt einfach nichts anderes (das hat sich zum Glück inzwischen geändert!)

Die Zwerge bekommen Trofu im Moment nur über ein Fummelbrett, hauptsächlich als Beschäftigungstherapie. Laut Pflegefrau mögen die auch lieber Nassfutter und hauen mal eben ein paar Schälchen weg. Das ist doch richtig, dass die Kleinen so viel bekommen, wie sie fressen möchten, oder? Die fressen definitiv mehr als mein 7 kg Kater! :eek:

Auf jeden Fall möchte ich zukünftig zu einem anderen Tierarzt gehen. Die Einzigen, über die ich eine gute Bewertung und einen guten Erfahrungsbericht einer weitläufigen Bekannten habe, war die Tierklinik. Mal sehen, was mich dort erwartet (Wartezeitmäßig). Ich werde berichten.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Müder Abklatsch

Das Verhältnis zwischen Bayern und Schwaben ist ... nun ja ... manchmal doch eher etwas angespannt. Spielt zum Beispiel der VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München sind selbst die Fußballer bis in die Haarspitzen motiviert. Auf den Stadionrängen ertönt (nicht nur im Neckarstadion sondern bundesweit) regelmäßig "Zieht den Bayern die Lederhos'n aus!".

Umso erstaunlicher ist für mich, dass nun extrem viele diese Lederhos'n anziehen. Freiwillig! Weil irgendjemand (vermutlich ein gewiefter Trachtenausstatter) die Tracht zum gehipten Trend gemacht hat. Jetzt "muss" man auch auf den Wasen* in Dirndl und Lederhos'n gehen, sonst ist man nicht trendy.

Ich finde so ein Dirndl auch hübsch und ein fescher Bub in einer Krachledernen ist auch nett zum anschauen - halt da wo es hinpasst, nämlich auf die Wiesn*. In Stuttgart hat das keinerlei Tradition und wirkt auf mich einfach nur wie ein müder Abklatsch.

Gestern Abend waren wir auf dem Wasen und ich habe mich gefühlt, als wären wir bei der Fasnet. Sorry, aber den meisten Dirndln sah man schon von weitem an, dass sie von einer Kaffeerösterei oder aus dem Discounter stammen. Das sind Karnevalskostüme aber keine Tracht. Hauptsache hochgeschnürter Busen, tiefes Dekolleté und Miniröckchen - sexy auf Teufel komm raus. Das bekommt man mit den tatsächlich vorhandenen altwürttembergischen und badischen Trachten natürlich nicht hin. Die sind nämlich langweilig halbwadenlang und hochgeschlossen bis zum Kinn und habe lustige Kopfbedeckungen a la Bollenhut oder Schäppel.

Aber es soll ja von mir aus jeder anziehen was er will, ich find es halt affig und in Stuttgart fehl am Platz. Bei diesem Trend werde ich definitiv nicht mitmachen.


* es heißt der Cannstatter Wasen und die Münchner Wiesn

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Neues aus dem Katzenknast II



04.10.2010

Ich bin selbst überrascht, wie ruhig Sammy vor der Tür sitzt und eher interessiert zuguckt, als wie ein Berserker zu toben. Nur ein kurzes Fauchen, wenn Madame ihm zu nahe ans Gitter kam. Allerdings denke ich, dass er genau weiß, dass er nicht durchs Gitter kann. Beim ersten direkten Zusammentreffen hat er sie ja ordentlich vermöbelt, was im Nachhinein vielleicht gar nicht schlecht war, denn jetzt hat sie ziemlich großen Respekt vor ihm.

Wenn ich aber daran denke, wie er oft rumgejault und gebuckelt hat, wenn er durch die Terrassentür eine andere Katze auf unserem (seinem ) Grundstück sah! Das war dann eher so: bevor er schnurstracks in den Keller sprintete, auf die Waschmaschine, durch die Katzenklappe, die Katzentreppe nach oben und auf die Terrasse (bis dahin war der Eindringling meistens eh schon längst über alle Berge ).
Jetzt sieht das eher so aus:




05.10.2010

Mory taut langsam auf. Gestern hat er kaum noch sein sicheres Unterdemsofaversteck aufgesucht und kräftig mitgespielt, als ich die Spielschiene aktiviert hatte.
Zuerst hat natürlich Winnie die Schiene in Beschlag genommen. Ich musste den Ball nur einmal anschubsen, dann ging sie ab wie Schmitz' Katze.*g*

Mory ist wie immer etwas vorsichtiger an die Sache herangegangen. Während sie wie eine Wilde auf den Ball eindrischt, sodass dieser gleich zweimal die Schiene rauf- und runterrollert, tippste er den Ball anfänglich nur ganz sachte an. Später brachte aber auch er mehr Schwung in die Sache und die nächste halbe Stunde hockten die beiden absolut verzückt an der Spielschiene.

Mory hat inzwischen auch entdeckt, dass meine Hand nichts Böses von ihm will und man daraus sogar ein Leckerchen bekommt. Ganz kurz leckte er mir sogar die Finger ab und als ich ein Dreamie direkt neben mein Bein legte, holte er sich auch das ab. Streicheln lassen will er sich aber von mir noch nicht, da springt er gleich wieder ein paar Schritte davon.

Es ist ein wenig schwierig an ihn heranzukommen, immer wenn ich mich auf ihn konzentrieren und ihn heranlocken möchte, kommt mir Winnie in die Quere. Sie springt dann so wild zwischen uns, dass er sich gleich wieder zurückzieht. Ich überlege mir schon, ob ich Winnie nicht einmal in ein anderes Zimmer verfrachte, um mehr Zeit für Mory zu haben.

In Sachen Sammy gibt es jetzt eine kleine Veränderung, ob die gut ist, weiß ich nicht so recht. Er geht nicht mehr bis direkt vor das Gitter, sondern bleibt schon am Treppenabsatz hocken und faucht von dort aus, während die Zwerge neugierig glotzend ca. 1 m von der Gittertür entfernt im Zimmer sitzen (inzwischen beide!). Dann plustert sich Sammy auf, schlägt mit dem Schwanz und stapft steifbeinig davon. Wenn ich ihn dazu animiere (mit Streicheln, herbeilocken und gutem Zureden) lässt er sich im oberen Flur in Sichtweite der Kleinen nieder. Er zwinkert mir auch zu, wenn ich mit ihm rede, ist aber ganz und gar nicht mehr entspannt oder gar interessiert.

Gibt es da bestimmte Phasen? So à la:
1. Phase: Was'n das?
2. Phase: Die sind ja immer noch da!
3. Phase: Heh, verschwindet! *fauch*
4. Phase: Vielleicht verschwinden sie, wenn ich sie ignoriere? *hoff*
5. Phase: ?






Dienstag, 4. Oktober 2011

Neues aus dem Katzenknast

04.10.2010

Und jetzt ... Samrow proudly presents:
Neues aus dem "Katzenknast" (zumindest sieht das mit der Gittertür jetzt so aus ;-)).

Tag 2 und 3 der Inhaftierung von Winnie und Mory verliefen eigentlich rundweg positiv. Winnie ist weiterhin ein Wusel und rennt die ganze Zeit herum, um alles, wirklich absolut alles anzusehen, anzutatzeln, damit zu spielen, es anzuschnüffeln, zwischendurch einen Happen zu nehmen, kurz durch das Katzenklo zu buddeln, und dann kurz bei mir vorbeizusehen und sich an mich zu kuscheln. Sie ist wirklich ein zuckersüßes Persönchen, mit der wir noch viel "Spaß" haben werden. Wie die Frau von der Katzenhilfe schon angekündigt hatte: Nichts ist vor ihr sicher und wir werden - sobald Freigang möglich ist - eine pikobello aufgeräumte Wohnung haben. *g*

Mory ist immer noch seeeeehr scheu aber immerhin hat er nun schon einige Male sein Versteck unter dem Sofa verlassen und ist auch nicht mehr ganz so geduckt, wenn er durchs Zimmer stromert. Da muss ich aber ganz ruhig sitzen bleiben, denn er hat mich ständig im Auge. Sobald ich mich rühre, sehe ich ihm deutlich an, dass er schon hektisch den kürzesten Weg zurück unter sein Sofa ausrechnet. Allerdings hielt ihn die Neugier gestern Abend nicht davon ab, mit der Federangeln mitzuspielen.

Winnie kennt da gar nichts, sie stürzt sich todesmutig auf die Federn, verbeißt sich in ihnen und schleppt sie mitsamt dem Angelstab durchs Zimmer. Ich denke mal, die wird recht bald eine gute Jägerin werden. Mory ist auch da seeeeehr vorsichtig. Er tatzelt nur ganz sachte nach dem Federbusch, wenn Winnie gerade erschöpft am Boden liegt. Ich habe dann versucht, die Angel dichter an mich heranzuziehen und habe ihm meine Hand entgegen gestreckt. Kurz hat er an meinem Finger geschnuppert aber anfassen ließ er sich dann doch nicht. Aber das wird sicherlich noch!


In Sachen Zusammenführung mit Sammy ging es auch etwas voran. Zumindest sehe ich sehr positiv, dass Sammy oft sehr interessiert und absolut ruhig am Gitter saß. Nur wenn sich Winnie zu weit vorgewagt hatte, fauchte er leise (sie aber auch). Und nur einmal hat er kurz gemoppert, sich dann aber einigermaßen entspannt vor das Gitter gelegt und mir zugezwinkert.


Jetzt überlege ich gerade die nächsten Schritte. Ich würde gerne den beiden Neuankömmlingen weitere Zimmer zeigen, vor allem Winnie hockt immer extrem neugierig am Gitter und würde mit Sicherheit problemlos das ganze Haus erobern. Wir haben ein offenes Treppenhaus auf drei Etagen, es lässt sich kaum vermeiden, dass dann gleich alles begutachtet wird. Ich weiß nicht, wie Sammy das aufnehmen würde und irgendwo einsperren möchte ich ihn eigentlich nicht.

Mein Mann schlug vor, aus der Gittertür einen kleinen Durchschlupf herauszuschneiden. Nur so groß, dass die beiden Kleinen noch durchpassen, Sammy aber nicht. Dann könnten sich die Kleinen in ihr bekanntes Zimmer zurückflüchten. Was haltet Ihr davon?

Und wann wäre der nächste Schritt zu machen? Soll ich noch warten, bis sich Mory an mich gewöhnt hat? Sobald die Gittertür durchgängig wäre, würde ich ihn wohl kaum noch zu Gesicht bekommen, es gibt schließlich sooo viele Versteckmöglichkeiten bei uns im Haus.


(Als Antwort bekam ich damals, dass ich das mit dem Loch in der Gittertür lieber lassen sollte, die Verletzungsgefahr wäre zu groß. Stattdessen sollte ich die Hauserkundung der Whiskys lieber begleiten und für eventuelle Streitereien mit Sammy ein paar weiche Wurfgeschosse (zusammengerollte Socken oder ähnliches) in der Hand halten.)


Sonntag, 2. Oktober 2011

Einzug der Katziatoren

29.09.2010

Das Projekt Zweit- und Drittkatze ist in Angriff genommen worden! Heute habe ich lange mit der Frau von der Katzenhilfe telefoniert.
Der Silbertiger Micky ist tatsächlich schon vermittelt. Aber das Tigermädchen ist noch da und ihr Bruder ein rot-weißer, ganz lieber und zurückhaltender Kater wartet auch noch auf einen Platz. Mit dem versteht sich das Tigermädchen sooo gut, dass ich die beiden nicht trennen möchte.
Also bringt mir die Frau von der Katzenhilfe die beiden am Freitagvormittag vorbei. Sie würde ihre Katzen nie abgeben, ohne die angegebenen Wohnverhältnisse selbst zu überprüfen. Leider gab es wohl schon einige Male tatsächlich welche, die von einem Einfamilienhaus mit Garten sprachen und in Wahrheit eine winzige Wohnung ohne Balkon hatten. Auf die Idee, dass es so etwas gibt, wäre ich nie gekommen, mich hat das im ersten Moment regelrecht sprachlos gemacht!
Zum Glück habe ich nicht von einer Villa auf 100 ha Grundstück geschwärmt ... ;-)
Meine Angaben können also jederzeit überprüft werden.

Jetzt brauche ich nur noch zwei neue Namen, denn Hummel und Pumuckl gefallen mir nicht so wirklich ...

Lacht nicht, aber angesichts unserer Schottlandvorliebe hätte ich am liebsten die Namen von Whiskydestillerien.
Balvenie z.Bsp. für das Mädchen (Rufen mit Balli) oder Dalwhinnie (Winnie) und für den Jungen Laphroig (Froggi), Talisker oder Ardbeg.
Allerdings habe schon rege über Eltern abgelästert, die ihren Kinder abartige Namen geben. Gilt das für Katzen eigentlich auch? (Immerhin habe ich nicht in Erwägung gezogen eines der Tiere Bunnahabhain, Bruichladdich oder Craigellachie zu nennen. ;-))



02.10.2010

Sodele, seit gestern wohnen die wuselige Winnie und der schüchterne Mory bei uns. Während Winnie offenbar keine Angst kennt und wie ein Derwisch alles im extra eingerichteten Katzenzimmer erkundet hat, flüchtete sich Mory sofort unters Sofa und ist seither auch nur zweimal kurz, platt wie 98888888888888883+ (das war Winnie ;-)) eine Flunder durchs Zimmer geschlichen.
Während Winnie immer noch herumwuselt und sich schon mehrere Male schnurrend an mir rieb und sich von mir streicheln ließ, hockt Mory immer noch unter dem Sofa.

Die erste Begegnung mit Sammy hatten wir auch schon. Der ist nämlich hereingewitscht, als mein Mann und ich gestern Abend nochmal nach den zwei kleinen Mäusen sehen wollten. Ich wollte Sammy gleich wieder rauskomplimentieren, aber mein Mann meinte, dass ich ihn doch lassen sollte. Böser Fehler! Die wilde Winnie *bauersuchtfraualliteration* stürzte todesmutig auf Sammy zu, der erst einmal baff stehen blieb und sich das wuselige Ding ansah. Aber dann ging es los! Die Kleine flog regelrecht durch die Gegend und flüchtete sich zu ihrem Bruder unters Sofa unter das Sammy zum Glück nicht mehr passt. Definitv keine wundersame Schnellvergesellschaftung, aber daran hatte ich ja auch nie geglaubt.

Heute hat mein Mann eine stabile Gittertür gebastelt, die nun im Türrahmen hängt. Jetzt können sich die Katzen erst einmal gründlich beschnuppern, ohne aufeinander losgehen zu können. Ich werde weiterhin berichten.

Lesen Sie demnächst:
- Werden die wuselige Winnie und der störrische Sammy sich aneinander gewöhnen?
- Wird der misstrauische Mory irgendwann unter dem Sofa hervorkommen?

Verpassen Sie nicht die nächste Folge! :D