Donnerstag, 27. November 2014

Alle Jahre wieder - noch ein gestrickter Adventskranz

Anfangs dieser Woche guckte ich mal so auf den Kalender und entdeckte, dass mal wieder ganz überraschend der Dezember und damit der Advent ziemlich dicht vor der Tür steht.

Also war es mal wieder Zeit für einen Adventskranz und da ich erneut keine Lust auf das Herumnadeln von gut abgelagerten und sündhaft überteuerten Zweigen hatte, kruschtelte ich in meinem Wollfundus und fand ein perfektes Knäuel für einen gestrickten Adventskranz.

Den letzten musste ich nach der Weihnachtszeit ja leider entsorgen, weil das herunterlaufende Wachs ihn eingesaut hatte. Dieses Mal wird das wohl auch passieren, aber das ist nicht weiter schlimm, so ein Schal ist ja echt schnell gestrickt.


Zuerst einmal suchte ich in meinem Fundus nach einem passenden Unterbau. Letztes Mal hatte ich einen Strohkranz, da ich aber nur ein Knäuel Wolle hatte, wusste ich, dass der zu groß war. Also nahm ich dieses Mal einen kleineren Styroporkranz.
Neben dem Styroporkranz hatte ich auch schon vier cremefarbene Kerzen zu Hause, also sollte die Wolle eine dunklere Farbe haben. Das weinrote Knäuel fand ich passend, vor allem war die Wolle schön dick (Superbulky) für 8-10er Nadeln.

Etwas mehr Wolle hätte es sein können, denn ich musste den "Schal" gleich drei Mal stricken, um die passende Länge hinzubekommen. Angefangen hatte ich mit 18 Maschen, bei zweiten Versuch habe ich auf 14 Maschen verringert, zum Schluss waren es nur noch 10 Maschen.

Also 10 Maschen anschlagen, mit 1 M rechts/1 M links so lange stricken, bis die Wolle zu Ende ist (bzw. ein bisschen Wolle für die Fransen zurückhalten). An ein Ende des Schals Fransen anknoten.




Dann den fertigen Schal mit Stecknadeln an den Styroporkranz feststecken und das Fransenende etwas überlappen lassen.







Zum Schluss die Kerzenteller und etwas Deko darauf und fertig ist ein Adventskranz, der absolut nicht nadelt und mal etwas anders aussieht:






Freitag, 24. Oktober 2014

Schottland 2014 - Tag 2

15.09.2014

Je weiter wir nach Schottland hinein fuhren, umso besser wurde das Wetter, bis es sogar kurz vor Stirling aufhörte zu regnen. Wie immer, wenn wir nach Schottland fahren, hatten wir auch in diesem Jahr unglaubliches Glück mit dem Wetter. Natürlich regnete es auch einmal und sogar zwei Tage Sturm waren dabei, aber wir hatten auch wolkenlosen Himmel und Sonnenschein bei 23°C (also richtiges Wohlfühlwetter für mich ;-)).

Stirling stand für uns als erster Stopp auf dem Plan, weil wir natürlich Stirling Castle besichtigen wollten, wohin wir auch gleich als Erstes fuhren. Das Castle ist ja schon von weitem zu sehen, weil es auf einem Hügel liegt, es ist also nicht zu verfehlen. Man muss jedoch inzwischen keine bergsteigerischen Fähigkeiten mehr besitzen, denn es führt eine Straße bis direkt vor das Castle, wo sich ein großer Parkplatz befindet. Der ist natürlich kostenpflichtig und bevor man auf den Parkplatz fahren darf, sollte man bei der netten Dame, die neben der Einfahrt in einem Holzverschlag sitzt, ein Ticket kaufen.

Tja und wo hat so ein Euro-Tourist seinen Geldbeutel mit der fremden Währung? Natürlich im Kofferraum! *g*
Also versuchte mein Mann das der Dame zu erklären und versprach, gleich nach dem parken wieder zurückzukommen, und die Gebühr zu bezahlen. Sie winkte uns durch und wir suchten uns einen freien Platz. Als wir dann wieder neben dem Kassenhäuschen standen, war dort gerade die Hölle los. Ein Fahrzeug nach dem anderen trudelte ein, wir mussten sicherlich eine viertel Stunde warten, bis mein Mann endlich vor den Autoschalter treten konnte. Um dann festzustellen, dass die Frau überhaupt nicht mehr wusste, um was es eigentlich ging. Vermutlich hätte es keinen interessiert, ob wir nun bezahlt hätten oder nicht. Aber wir sind ja typisch deutsch und überkorrekt, "mir zahlet onser Sach!"


Bevor wir das Castle betraten, warfen wir erst einmal einen Blick in die Gegend. In der Ferne war das Wallace Monument zu erkennen, das wir am nächsten Tag besuchen wollten.



Dann kauften wir eine Eintrittskarten, stellten fest, dass wir dieses Jahr wohl lieber keinen Explorer Pass kaufen würden, weil wir die darin enthaltenen Sehenswürdigkeiten einerseits schon besichtigt hatten und uns andererseits hauptsächlich in einer Gegend aufhalten würden, in der es gar keine enthaltenen Sehenswürdigkeiten gab.

Eine Führung gab es zu unserer Besuchszeit leider nicht, also stromerten wir selbst über das Gelände und durch die unzähligen Gebäude und Ausstellungen von Stirling Castle.










Nach zwei Stunden hatten wir dann genug, es war schon später Nachmittag und wir hatten langsam Hunger. Also suchten wir erst einmal nach einem Supermarkt und fanden einen großen Sainsbury's in dem wir uns mit Sandwiches, Keksen und Getränken eindeckten, die wir dann in der hintersten Ecke des Supermarktparkplatzes gleich verspeisten.

Dort hatte ich zum Glück auch ein Netz, um nach der Lage unseres Hotels zu googeln. Denn blöderweise fand unser Navi die eingegebene Adresse nicht (das würde uns noch einige Male so ergehen, später war ich dann klüger und habe immer schon am Vortag über wlan nach dem nächsten Hotel gegoogelt). 

Dabei war das Broomhall Castle Hotel eigentlich ganz einfach zu finden, auch wenn es etwas abseits an einem bewaldeten Hang liegt.


Ein richtig nettes, kleines Schlosshotelchen mit sehr freundlichen Angestellten. Überhaupt nicht überkandidelt, man benötigt keine feudale Abendgarderobe und alles ist recht locker. Die Zimmer sind sehr groß, zumindest unseres, das noch einen Erker mit Sitzgelegenheit hatte und das Badezimmer ist gleichzeitig modern und doch altmodisch eingerichtet - mit einer wunderbaren, tiefen Badewanne mit Löwenfüßen.


Auch das Abendessen im hoteleigenen Restaurant war äußerst lecker und das Frühstück am nächsten Morgen prima. Ein richtig schöner Einstieg in die schottischen Übernachtungen.