Montag, 9. Februar 2015

Schottland 2014 - Tag 8

Armadale Castle

Als wir auf der ersten Schottlandreise über Mallaig und die Fähre zum ersten Mal auf die Isle of Skye kamen, hatten wir überhaupt keine Zeit uns im Süden der Insel umzusehen. Dieses Mal wollten wir das ändern.
Gleich nachdem wir die Brücke bei Kyle of Lochalsh überquert hatten, bogen wir nach links ab und fuhren zum Visitor Centre des Clan MacDonald und zum Armadale Castle.


Das Museum ist sehr empfehlenswert, noch viel schöner war es jedoch bei traumhaftem Wetter über das Gelände und durch die Gärten zu schlendern und die Schlossruine zu besichtigen.


Armadale Castle

Armadale Castle Gardens

Armadale Castle

Armadale Castle Gardens

Diese Perlhühner begleiteten uns die ganze Zeit mit lautstarken Kommentaren. Vermutlich spekulierten sie darauf, dass wir ihnen ein paar Leckereien zuwerfen, aber wir hatten nichts dabei.








Schließlich brachen wir dann aber doch in Richtung Norden auf und durchquerten die Insel.


Isle of Skye

In Portree kauften wir noch einen Vorrat an Lebensmitteln ein, dann folgten wir der etwas kryptischen Wegbeschreibung bis ans Ende der Welt, um schließlich im wunderschönen Blue Sea Cottage anzukommen.


Blue Sea Cottage

Blue Sea Cottage

Blue Sea Cottage

Wirklich ein zauberhaftes Häuschen, liebevoll ausgestattet mit allerlei Annehmlichkeiten und genügend Platz für vier Personen. Wem es nichts ausmacht, so abgelegen zu wohnen, kann dieses Cottage bedenkenlos buchen.


Vor allem das Sonnenzimmer mit den großen Panoramascheiben ist grandios!

Blue Sea Cottage
Zwar haben wir in der ganzen Woche kein einziges Mal Wale oder Delfine gesehen (laut einem Seebeobachtungstagebuch hatten die anderen Gäste wohl mehr Glück), aber allein diese Aussicht war faszinierend genug.




Außer ein paar wenigen Häusern mit Bewohnern, die quasi nie zu sehen waren, gab es hauptsächlich vierbeinige Nachbarn. Freilaufende Schafe, die ziellos hin und her wanderten und alles abfraßen, was grün war. Deshalb wird man auch eindringlich darum gebeten, immer das Tor der Einfahrt zu schließen und jedes Grundstück ist umzäunt.




Nun ja, nicht jedes Grundstück, dieses hier, das direkt unterhalb von Blue Sea Cottage liegt (das man aber zum Glück nur sehen kann, wenn man an die untere Kante tritt), braucht definitiv keinen Schafsschutz.


Diese Müllkippe, auf der wohl jemand mal damit begonnen hat, ein Haus zu bauen liegt wohl schon jahrelang brach. Auf Google Street View steht das rote Auto auch schon, allerdings noch mit geschlossener Tür. Wirklich faszinierend, wie man ein so traumhaftes Fleckchen Erde so verkommen lassen kann, ich bin sicher, dass es auch die anderen Nachbarn schrecklich nervt.
In der einen Woche, in der wir in Blue Sea Cottage lebten, kamen tatsächlich an einem Vormittag zwei Männer vorbei, die auf dieses Grundstück gingen. Allerdings nur, um ein weiteres Fahrzeug dort abzustellen. Kurz darauf verschwanden sie wieder.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Schottland 2014 - Tag 7


Ein neuer Tag brach an und Schottland sollte weiterhin zu Großbritannien gehören. Eine knappe Mehrheit hatte entschieden, dass alles so bleibt, wie bisher. Schade, es wäre sicherlich sehr interessant gewesen, die Entwicklung zu beobachten, andererseits natürlich aber auch verständlich, lieber das zu behalten, was sich in den vergangenen Zeiten entwickelt hat.
Wir waren ohnehin nur Beobachter, die zwar eine Meinung haben können, sich aber nicht einmischen dürfen. Unsere B&B-Vermieterin Aileen war zufrieden mit dem Ausgang, für sie wäre es eine Katastrophe gewesen, wenn das Ergebnis ein anderes gewesen wäre.

So war sie glücklich und bereitete uns noch einmal ein grandioses Frühstück zu, bevor wir uns von ihr verabschiedeten und unseren Weg fortsetzten. Weit kamen wir nicht, denn kurz nach Fort Williams landeten wir in einem kapitalen Stau. Nachdem wir eine halbe Stunde nicht einen einzigen Yard vorangekommen waren und viele der mit uns feststeckenden Autofahrer wendeten, um sich eine andere Strecke zu suchen, machten wir das auch.

Zwar waren wir an diesem Tag nicht so frei in unserer Wegfindung wie an den vergangenen zwei Tagen (schließlich mussten wir am Abend unser nächstes Hotel erreichen), aber wir hatten genügend Zeit für einen kleinen Haken.




Tja und so landeten wir zunächst an einer kleinen Sehenswürdigkeit, die wir einmal komplett rauf und runter spazierten.
  

Neptune's Staircase










Neptune's Staircase sind mehrere Staustufen im Caledonian Canal, der die Ost- und Westküste miteinader verbindet.

Ist ganz nett, aber jetzt auch nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. 








Fort Augustus

Über eine enge Single Track Road, die immer entlang des Caledonian Canal führte, landeten wir schließlich in Fort Augustus am Loch Ness.





Nessie haben wir auch gesehen ... also ihr Drahtgeflecht im Pflanzenbeet.









Im Loch selbst, war sie natürlich mal wieder nicht zu entdecken.

Loch Ness

Wir sind dann noch etwas am Ufer entlang geschlendert, haben in einem Café zu Mittag gegessen und haben unseren Weg dann auf der regulären Straße in Richtung Westen fortgesetzt.

Bevor wir unser Hotel direkt an der Westküste erreichten, musste natürlich noch ein Stopp bei einer guten Bekannten sein.

Eilean Donan Castle


Kurz bevor wir am Kyle of Lochalsh auf die Isle of Skye gefahren wären, bogen wir rechts ab und folgten im dichten Nebel einer kurvigen Single Track Road. Das Tingle Creek Hotel war unsere allerletzte Buchung, nur wenige Tage vor der Abfahrt. Als ich unser Roadbook fabrizierte stellte ich nämlich fest, dass wir eine Lücke in der Planung hatten. :eek:

Also suchte ich auf die Schnelle noch eine Übernachtungsmöglichkeit zwischen Fort Williams und der Isle of Skye und wurde direkt an der Westküste fündig.


Die begeisterten Bewertungen kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. Die Umgebung ist toll, das ist keine Frage, wir wurden sogar von einem Regenbogen begrüßt (im Hintergrund ist die Isle of Skye zu erkennen).

Aber das Hotel hat definitiv seine besten Tage schon hinter sich und ist ziemlich abgewohnt. Vor allem unser Zimmer war sehr renovierungsbedürftig, für den hohen Preis hätte ich da etwas besseres erwartet. Das Essen war ganz okay, sowohl Abendessen als auch Frühstück und man sitzt ganz gemütlich in der großen Bar. Aber ich würde wohl definitiv kein zweites Mal dort übernachten wollen.